Albert-Schweitzer-Gymnasium Sömmerda

Auf den Spuren von Maria Pawlowna

Am 4. April 2017 begaben sich die Russischkurse der 11. Klasse auf eine Exkursion nach Weimar, um etwas über das Leben von Maria Pawlowna zu erfahren. Maria Pawlowna war die Tochter des russischen Zaren Paul I. 1804 heiratete sie den Erbprinzen Carl Friedrich von  Sachsen-Weimar-Eisenach und verbrachte danach die meiste Zeit ihres Lebens in Weimar.

Unser erstes Ziel war der historische Friedhof Weimars, da das der Standort der Russisch-Orthodoxen Kapelle ist. Dort erhielten wir einige Informationen über Traditionen in der russischen Gemeinde, beispielsweise zu Taufen und Hochzeiten. Intersesant war vor allem, dass die Kirche in Russland häufig zu Ostern besucht wird, ähnlich wie bei uns zu Weinachten. Gebaut wurde die Kirche als Grabkapelle auf Wunsch von Maria Pawlowna. Sie wollte nach russisch-orthdoxem Ritus auf Heimaterde bestattet werden. Ihr Sohn ließ zusätzlich an der Rückseite der Fürstengruft eine Wand niederreißen, damit ihr Sarg neben dem ihres Mannes stehen konnte. So war gesichert, dass sie unter dem Dach der russisch-orthodoxen Kirche ruht, während Carl Friedrich im protestantischen Teil der Fürstengruft liegt. Nach dem Besuch der Kirche nahmen wir an einer Stadtrundführung teil. Auch hier tauchte neben bekannten Persönlichkeiten, wie Goethe und Schiller auch immer wieder der Name der Zarentochter auf. Wir sahen zum Beispiel einige Brunnen, die sie anfertigen ließ und hörten auch von der Sparkasse, die sie errichtet hatte. Auch heute noch ist Maria Pawlowna dank ihrer barmherzigen Taten von großer kultureller Bedeutung für Weimar.

 

Michelle Schlöffel

Sophia Pipus